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Binäre Optionen – Glücksspiel oder Handel

Was genau sind Binäre Optionen eigentlich?

Binäre Optionen sind eine Wette auf die künftige Kursbewegung einer Aktie. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob der Basiswert sich nur ein wenig oder sehr stark in eine bestimmte Richtung bewegt. Denn bei einer Binären Option wird zu Beginn lediglich die Laufzeit, der Einsatz und die Richtung der Kursbewegung fest gelegt.

In welchen Ausprägungen gibt es Binäre Optionen?

Binäre Optionen gibt es in zahlreichen verschiedenen Ausprägungen. So kann bei einigen Anbietern zwar nur auf die Kursbewegung gewettet werden, also darauf, ob der Kurs am Endzeitpunkt der Option über oder unter dem aktuellen Kurs liegt, doch dabei gibt es natürlich nicht nur zahlreiche verschiedene Basiswerte, sondern auch stark abweichende Laufzeiten. So gibt es für gewöhnlich Turbo Optionen, die nur für eine oder wenige Minuten laufen, doch auch die langfristige Anlage über mehrere Stunden oder Tage ist bei vielen Anbietern gar kein Problem. Einige Anbieter bieten außerdem die Möglichkeit mit Optionen auf das Überschreiten einer Schwelle zu wetten. So wird zum Beispiel lediglich gewettet, dass der Basiswert während der Laufzeit mindestens einmal den Kurs X erreicht oder überschreitet. In diesem Fall ist die Option sofort siegreich. Oft sind die Auszahlungen für diese aussichtsreichen Optionen aber auch sehr niedrig und so werden sie zu einem eher unattraktiven Instrument, es sei denn es gibt sehr deutliche Faktoren, die auf den Gewinn hindeuten. Anders bei IQ Option. Wir berichteten hier.

Sind Binäre Optionen tatsächlich eine riskante Form der Geldanlage?

Oft hört man davon, dass es sich bei Binären Optionen um eine sehr riskante Form der Geldanlage handelt. Um das tatsächlich bewerten zu können muss man Binäre Optionen aber erst einmal mit anderen Anlagetypen vergleichen. Denn der Anlagehorizont bei Binären Optionen ist natürlich deutlich geringer als bei Aktien oder Fonds, denn diese werden für gewöhnlich mehrere Monate oder Jahre gehalten. Binäre Optionen hingegen werden nur für ein paar Minuten oder Stunden gehalten, denn danach sind sie bereits abgelaufen. Da Binäre Optionen aber nur 2 Ausgänge haben, und es bei Aktien möglich sein kann, dass sie durch unvorhergesehene Ereignisse beliebig stark in die eine oder andere Richtung schwanken, lässt sich zumindest fest halten, dass Binäre Optionen für einen kurzen Zeitraum konservativer sind als Aktien. Doch kaum ein Investor möchte Aktien nur für ein paar Stunden halten. Und an diesem Punkt stoßen Binäre Optionen bereits an ihre Grenzen, denn es gibt nur den Totalverlust oder die vorher fest gelegte Auszahlung. Es ist also nicht möglich mit Binären Optionen eine konstante Rendite einzufahren. Es ist viel mehr mit Roulette zu vergleichen, denn sobald die Wette abgeschlossen ist hat der Investor keinerlei Einflussmöglichkeiten mehr. Er kann also nicht vorzeitig verkaufen oder das Papier länger laufen lassen, um die Rendite zu erhöhen.

Ein weiterer guter Vergleich ist der von Binären Optionen und Differenzkontrakten oder CFD, denn auch diese sind eher für kurze Anlageformen geeignet. Bei CFD wird auch ausgehend vom Basiswert auf eine Kursbewegung in die eine oder andere Richtung gewettet. Anders als bei Binären Optionen partizipiert der Anleger aber 1 zu 1, oder möglicherweise sogar mit einem Hebel, an der Kursentwicklung des Basiswerts. So ist es bei einem CFD möglich mehr Kapital zu verlieren, als ursprünglich eingesetzt wurde. Binäre Optionen sind also tatsächlich ein wenig konservativer als CFDs. Ein wirklich sicherer Broker ist 365trading.

Wie sind Binäre Optionen insgesamt zu bewerten?

Alles in allem sind Binäre Optionen eine hoch riskante Form der Finanzwetten, die kaum mit einer Anlage gleich gesetzt werden kann, denn es geht stets um sehr kurze Laufzeiten und hohe Spreads. So hat der Laie kaum eine Möglichkeit wirklich gute Entscheidungen zu treffen, denn er hat gar keine Chance den Markt ähnlich gut zu analysieren wie große Firmen, deren Computer zahlreiche Indizien in Bruchteilen von Sekunden auswerten können. Deshalb sind Binäre Optionen für den durchschnittlichen Anleger viel mehr als Zockerei zu bezeichnen und sollten eher in einem Atemzug mit Black Jack, Crabs und Slots genannt werden, als mit Fonds und Aktien, denn auch wenn Binäre Optionen sich stets auf einen durchaus nachhaltigen Basiswert wie den DAX oder einen großen Konzern beziehen, spiegelt die Kursentwicklung innerhalb weniger Sekunden keinesfalls den tatsächlichen Value vom Basiswert wieder. Deshalb sollten Privatpersonen von einem Investment in Binäre Optionen absehen und dieses höchstens zum Zeitvertreib, ähnlich wie andere Glücksspiele nutzen, und sich dabei stets ein Limit setzen. Es sollte beachtet werden, dass es sich nicht um eine Geldanlage im herkömmlichen Sinne handelt und die Verluste bei Binären Optionen nahezu vorprogrammiert sind. (Quelle: http://www.binaere-optionen24.de)